Diabetologie

Schwerpunktteam

Dr. Christian Kipp
Internist/ Nephrologe/ Diabetologe DDG
und gesamtes Ärzteteam

Jennifer Höppner
Curriculum Arzthelferin in der Dialyse
Assistenz
Wundassistentin DDG

Mario Dos Santos
Gesundheits- und Krankenpfleger
Fachpfleger Nephrologie
Fotodokumentation



Die Diabetes Epidemie

In der Bundesrepublik Deutschland wurde in den letzten 4 Jahrzehnten ähnlich wie im weltweiten Trend eine kontinuierliche Zunahme der von Diabetes mellitus betroffenen Menschen beobachtet. Epidemiologische Untersuchungen weisen daraufhin, dass aktuell mit einer Dunkelziffer von nichtdiagnostizierten Patienten ca. 10 % der Bevölkerung der BRD, das sind ca. 8 Millionen Menschen Diabetiker sind.
Über 194 Millionen Diabetiker gibt es weltweit (ca. 5,1 %) . Nach einer WHO Schätzung wird es im Jahre 2030 ca. 366 Millionen Diabetiker auf der Welt geben.


Diabetes und Niere

Nierenerkrankungen bei Diabetikern sind nach den Amputationen die zweithäufigste diabetische Komplikation.
Eine diabetische Nephropathie tritt bei Diabetikern mit einer Diabetesdauer von 15 - 20 Jahren in 30 - 40 % auf.
Diabetes mellitus ist in Deutschland aktuell die am häufigsten zur Dialyse führende Erkrankung. 35 % aller neu an die Dialyse kommende Patienten weisen durchschnittlich die Diagnose Diabetes mellitus auf (in unserem Zentrum >50%!). Bei den älteren Patienten ist dieser Prozentsatz noch deutlich höher.


Versorgung unserer dialysepflichtigen Diabetiker

Hinsichtlich dieser Zahlen stellt die Versorgung unserer Diabetiker besondere Ansprüche an unser Dialyseteam. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, den Hausärzten, regionalen Diabetologischen Schwerpunktpraxen, Kliniken und Sanitätshäusern, versuchen wir neben der Dialysebehandlung eine optimale diabetologische Versorgung anzubieten. Regelmäßig schulen wir Patienten und Mitarbeiter über diabetologische "Brennpunkte".
Vorsorge- und Behandlungsrichtlinien für Diabetiker sind in unserem Qualitätsmanagementkonzept fest verankert.


Leistungsspektrum des Diabetesteams

  • Blutzuckereinstellungen mit Hilfe von oralen Antidiabetika und Insulinen
  • Erstellen von Insulintabellen und Blutzuckerkontrollaufzeichnungen
  • Zentrumsinterne Dokumentation
  • Anleitung der Patienten zur Blutzuckerdokumentation sowie Tabletteneinnahme und/oder Insulininjektion
  • Motivation der Patienten zum selbständigen Durchführen der antidiabetischen Therapie (Selfmanagement)
  • Ernährungsberatung (Diabetesadaptierte Kost im Einklang mit der für Dialysepatienten erforderlichen Kostanpassungen)
  • Akutinterventionen bei Hyper- Hypoglykämien während der Dialyse
  • Regelmäßige HbA1c Kontrollen
  • Regelmäßige "Fußvisiten"

  • Überwachung der Versorgung diabetischer Folgeerkrankungen, z.B.
    * Versorgung des diabetischen Fußsyndroms, Dokumentation, Fotodokumentation (lt. QM- Standard)
    * Regelmäßige kardiologische Vorstellung
    * Regelmäßige Vorstellung bei Augenarzt
    * Bereitstellung der optimalen diabetesadaptierten Schuhversorgung

  • Schulung und Weiterbildung der Patienten/des Personals über Durchführung und Dokumentation diabetologischer Therapieansätze und Neuerungen in der Diabetologie
  • Einbeziehen von Neuerungen in der Diabetologie ins Qualitätsmanagementkonzept des Zentrums, wenn sinnvoll
  • Ansprechpartner für Patienten und Personal bzgl. sämtlicher diabetologischer Fragestellungen


Ambulante Versorgung von Patienten mit diabetischer Nephropathie in unserer Nephrologischen Ambulanz

Ergänzend zur Behandlung beim Hausarzt und in der diabetologischen Schwerpunktpraxis versuchen wir in unserer Nephrologischen Ambulanz das Voranschreiten einer diabetischen Nephropathie zu verhinderen oder zu verzögern und die uns zugewiesenen Patienten möglichst frühzeitig für ihre Nierenerkrankung zu sensibilisieren bzw. in therapeutische Maßnahmen einzubeziehen um eine mögliche Dialysepflichtigkeit zu vermeiden.
In fortgeschrittenen Stadien gilt es, durch die Nierenerkrankung entstandene Defizite möglichst optimal auszugleichen und wenn nötig die erforderliche Nierenersatztherapie rechtzeitig und für den Patienten individuell angepasst gemeinsam einzuleiten.