Lipidologie

Lipidsprechstunde

Angeborene oder erworbene Fettstoffwechselstörungen sind ein wesentlicher Risikofaktor für eine vorzeitige Arterienalterung (Arteriosklerose). Folgen können ein früher Herzinfarkt, ein Schlaganfall oder Verschlüsse der Beinarterien sein. In unserer Lipidsprechstunde arbeiten wir nach intensiver Diagnostik ein ganzheitliches Behandlungskonzept für unsere Patienten aus. Es umfasst eine diätetische Umstellung, intensive Bewegungstherapie sowie eine zielorientierte medikamentöse Einstellung. Durch eine Kooperation mit der Diabetesklinik Bad Mergentheim steht uns eine kompetente Diätassistenz und Sportbetreuung zur Verfügung.


Lipidapherese bei Hypercholesterinämie/
Lp(a) Erhöhung

Bei Fettstoffwechselstörungen gilt es, zunächst alle sekundären Ursachen und die zusätzlichen Risikofaktoren zu behandeln. Bei vielen Patienten lassen sich zufriedenstellende Zielwerte mit CSE-Hemmern und anderen Medikamenten erreichen.


Der „richtige“ LDL-Cholesterinwert:

  • Bei kein oder ein Risikofaktor: < 160 mg/dl (4,1 mmol/l)
  • Bei zwei oder mehr Risikofaktoren: < 130 mg/dl (3,4 mmol/l)
  • Wenn die Gefäße bereits erheblich vorgeschädigt sind , z.B. an den Herzkranzgefäßen, der Betroffene schon einen Herzinfarkt hatte oder er aus anderen Gründen ein hohes Risiko hat z.B. wegen einer Zuckerkrankheit: < 100 mg/dl (2,6 mmol/l)
  • Bei fortschreitender Atherosklerose: < 70 mg/dl (1,8 mmol/l)


Bei angeborenen Störungen oder Nebenwirkungen der Therapie sind jedoch gelegentlich die medikamentösen Maßnahmen erschöpft.

Dies gilt vor allem bei:

  • familiärer Hypercholesterinämie
  • familiärer gemischter Hypercholesterinämie
  • LP(a)-Erhöhung von > 60 mg/dl mit vaskulären Folgen (unabhängiger Risikofaktor für koronare Herzerkrankung, Schlaganfall und Gefäßerkrankungen der Beine)
  • Unverträglichkeit der medikamentösen Therapie z.B. Myopathie unter CSE-Hemmern

Für diese Patienten können wir eine Therapie in Form der Lipidapherese anbieten. Durch dieses Blutreinigungsverfahren werden die Lipide/das Lp(a) so gesenkt, dass die weitere Verschlechterung der Gefäßerkrankung gestoppt werden kann. Alle Ärzte des Zentrums für Nieren- und Hochdruckerkrankungen besitzen von der kassenärztlichen Vereinigung die Genehmigung zur Ausführung der „Apherese als extrakorporales Hämotherapieverfahren“.

Zur weiteren Beratung dieser Patienten halten wir Ihnen gerne einen Termin in unserer Lipidsprechstunde bei Dr. Wunderle (Telefon:
0 79 31 - 9 88 90) vor.

Ihr Zentrum für Nieren- und Hochdruckerkrankungen