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05/14 :: Welthypertonietag 2014


Anlässlich des Welthypertonietages 2014 der unter dem Motto „Bluthochdruck – Erkennen und Behandeln“ steht berät das Ärzteteam des Zentrums für Nieren- und Hochdruckkrankheiten in einer Telefonsprechstunde 19. und 20.5.14

In der Bundesrepublik Deutschland ist Bluthochdruck viel verbreiteter und gefährlicher als vielen Patienten bewusst ist. Viele Betroffene wissen nichts von Ihrer Erkrankung, weil Bluthochdruck zunächst meist keine auffälligen Beschwerden verursacht. Probleme treten wie auch bei einigen anderen Erkrankungen häufig erst durch Folgeschäden auf. Wird Bluthochdruck nicht rechtzeitig behandelt, können solche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen auftreten welche gleichzeitig die häufigsten Todesursachen in der BRD sind.

Bei den meisten Bluthochdruckpatienten lassen sich keine erkennbaren Ursachen für die Erkrankung feststellen (primäre oder essentielle Hypertonie). Meist sind genetische Veranlagung sowie die Risikofaktoren Übergewicht, Rauchen und ein ungesunder Lebensstil für die Erkrankung verantwortlich. Manchmal können auch Medikamente wie „die Pille“ oder Schmerz- und Rheumamedikamente (mit-)verantwortlich sein.

Nur bei wenigen Bluthochdruckerkrankten sind als Ursachen Nierenerkrankungen oder Hormonstörungen zu finden.

Der Blutdruck wird in Millimeter (mm) Quecksilber (Hg) angegeben. Bei einem systolischen Wert von 125 und einem diastolischen Wert von 80 sagt man „125 zu 80 mmHg“. Bluthochdruck liegt vor, wenn wiederholt Blutdruckwerte von 140 / 90 mmHg oder höher gemessen werden. Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck.

Der Bluthochdruck wird je nach seiner Höhe in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Je höher die Blutdruckwerte sind, desto größer ist die Gefahr, ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden. Der Wert 140 / 90 mmHg ist keine scharfe Grenze.

Die Blutdruckwerte können mit einem Blutdruckmessgerät einfach gemessen werden. Die Messung erfolgt meist während der Routineuntersuchung beim Hausarzt. Auch in vielen Apotheken kann man seinen Blutdruck messen lassen. Ebenso ist es möglich den Blutdruck mit einem eigenen Blutdruckmessgerät zu Hause zu kontrollieren.

Erhöhter Blutdruck kann zu Verengungen der Blutgefäße führen. Häufig bleibt erhöhter Blutdruck, weil er nicht „schmerzhaft“ ist lange unentdeckt und kann darum schwere Schäden den verschiedensten Organen hinterlassen. Diese sind: Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Blindheit können die Folgens sein. Die Schäden treten meist umso schneller auf, je höher die Blutdruckwerte sind.

Diese Komplikationen können vermindert und beseitigt werden, wenn Bluthochdruckwerte rechtzeitig und dauerhaft auf Normalwerte gesenkt wird.

Bereits eine leichte Senkung des Blutdrucks um 5 mmHg kann vor Folgeerkrankungen schützen. Sie reduziert das Schlaganfallrisiko um über 30%, das Herzinfarktrisiko um über 20%.

Ein gesunder Lebensstil verringert gleichzeitig die Gefahr von Folgeschäden und Herz-Kreislauf- sowie Nierenerkrankungen. Gesunde Ernährung, viel Sport, Reduktion von Stress, Vermeidung von Alkohol und Nikotinkonsum sind hier zu nennen. Neben diesen „Erstmaßnahmen“ ist es wichtig sich rechtzeitig von einem befähigten Arzt beraten zu lassen und ggf. verordnete Blutdruckmedikamente regelmäßig einzunehmen.

Die Deutsche Hochdruckliga e. V. (DHL) führt seit ihrer Gründung im Jahre 1974 eine umfangreiche Informationsarbeit und Förderung der Wissenschaft durch. Es erfolgen gezielte Aufklärung der Bevölkerung, Information von Patienten, Fortbildung von Ärzten sowie Förderung von Wissenschaft und Forschung. In diesem Rahmen findet am 17.05.14 der diesjährige Welthypertonietag unter dem Motto: „Bluthochdruck-Erkennen und Behandeln“ statt.
Die Ärzte des Nieren -und Hochdruckzentrums in Igersheim/Künzelsau und Buchen sind mit den Problemen rund um den Bluthochdruck tagtäglich sowohl in ihrer Nephrologischen Ambulanz, als auch in ihren Dialysen konfrontiert. Bluthochdruck und Nierenerkrankungen bedingen sich nämlich gegenseitig. Zum einen können Nierenerkrankungen zum Bluthochdruck führen, zum anderen führt ein hoher Blutdruck häufig zu Gefäßveränderungen in den Nieren und somit zu schweren Nierenerkrankungen und bedingt, wenn nicht rechtzeitig optimal therapiert, nicht selten den völligen Funktionsverlust der Nieren. Um diesen Verlauf zu vermeiden, sind die Ärzte ständig bemüht ihre Patienten und die hiesige Bevölkerung rechtzeitig über diese Sachverhalte zu informieren und hohen Blutdruck gemeinsam mit den entsprechenden Hausärzten optimal zu behandeln.

Anlässlich des Welthypertonietages 2014 berät das Ärzteteam des Zentrums für Nieren- und Hochdruckkrankheiten in einer

Telefonsprechstunde
am 19. und 20.05.2014
jeweils von 9 Uhr bis 16 Uhr


über Fragen rund um den Bluthochdruck unter der
Telefonnummer: 07931/98890.


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